MÄRKTE USA/Leichte Gewinne vor Nvidia-Zahlen
26.02.2025 / 15:40 Uhr
DOW JONES--Im Vorfeld der mit Spannung erwarteten Quartalszahlen von Nvidia legt die Wall Street zur Wochenmitte tendenziell leicht zu. Der Dow-Jones-Index verliert kurz nach der Eröffnung 0,1 Prozent auf 43.591 Punkte. Der S&P-500 klettert dagegen um 0,2 Prozent und für den Nasdaq-Composite geht es um 0,4 Prozent nach oben. Für Zurückhaltung sorgen jedoch die immer neuen Zoll-Ankündigungen der US-Regierung. So müssen die geplanten Importzölle von 25 Prozent auf Waren aus Mexiko und Kanada nun doch noch verhandelt werden. Am Montag hatte US-Präsident Trump erklärt, die Zölle würden wie geplant Anfang März eingeführt. Derweil prüft das US-Handelsministerium auch die Einführung von Zöllen auf weltweite Kupferimporte in die USA, und begründet dies mit der nationalen Sicherheit.
Der Fokus liegt aber vor allem auf den Zahlen für das vierte Quartal von Nvidia, die nach der Schlussglocke bekannt gegeben werden. Technologieaktien, insbesondere solche im Bereich künstliche Intelligenz (KI), standen zuletzt unter Druck, da die Investoren zunehmend nervös wegen der hohen Bewertungen des Sektors werden. Der technologielastige Nasdaq-Composite hat zuletzt vier Handelstage in Folge verloren. Die Nvidia-Zahlen sind ein Gradmesser dafür, wie es um das rasante Wachstum bei KI bestellt ist. Die Nvidia-Aktie legt um 2,5 Prozent zu, nachdem es an den vergangenen drei Handelstagen um rund 10 Prozent nach unten gegangen war.
"Was der Chiphersteller über die Aussichten für das nächste Jahr zu sagen hat, hat die Macht, die Märkte zu bewegen, insbesondere angesichts der vielen Bedenken bezüglich Trumps neuer Beschränkungen für chinesische Investitionen und der Entwicklungen bei Deepseek und seinem Bestreben, ein neues KI-Modell auf den Markt zu bringen", sagt AJ-Bell-Analyst Danni Hewson.
Daneben steht mit dem PCE-Deflator, dem bevorzugten Inflationsmaß der US-Notenbank, am Freitag ein weiterer wichtiger Termin auf der Agenda. Dieser könnte Hinweise auf den weiteren Zinskurs der US-Notenbank liefern.
Super Micro Computer mit Erleichterungsrally
Bei den Einzelwerten haussieren die Aktien von Super Micro Computer um 16 Prozent. Der Server-Hersteller ist seinen Berichtspflichten gerade noch rechtzeitig nachgekommen. Das US-Unternehmen, dessen Wirtschaftsprüfer im Oktober im Streit mit dem Management abgesprungen war, hat die noch fehlenden Quartalsberichte und den Jahresbericht 2024 bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht.
General Motors (+6,2%) erhöht die Dividende um 25 Prozent und legt ein neues Aktienrückkaufprogramm über 6 Milliarden US-Dollar auf.
Der US-Mischkonzern 3M (-1,9%) hat anlässlich seines Investorentages den Ausblick für das laufende Jahr bekräftigt und mittelfristige Prognosen genannt. Bis 2027 rechnet das Unternehmen mit einem organischen Umsatzwachstum, dass über der Konjunkturentwicklung liegen soll. Der Gewinn je Aktie soll im hohen einstelligen Bereich zulegen. Im Prognosezeitraum will der Konzern mindestens 10 Milliarden Dollar an Barmitteln an die Aktionäre zurückgeben.
Die Aktien von Lucid fallen um 7,4 Prozent. Das Elektrofahrzeug-Startup gab am Dienstag den Abgang des CEO bekannt und teilte mit, es erwarte in diesem Jahr 20.000 Fahrzeuge zu produzieren, mehr als doppelt so viele wie die 9.029, die im vergangenen Jahr gebaut wurden.
Dollar legt moderat zu - Ölpreise fallen weiter
Der Dollar steigt leicht, der Dollar-Index verbessert sich um 0,2 Prozent. ING-Analyst Chris Turner verweist auf die Verabschiedung einer Haushaltsresolution im US-Repräsentantenhaus, die den Grundstein für die Steuersenkungsagenda von Präsident Trump legt. Die Konzentration auf die Fiskalpolitik "könnte dem Dollar etwas Zeit kaufen" und von den kürzlich schwächeren Daten zum Verbrauchervertrauen kurzfristig ablenken, so der Teilnehmer. Allerdings dürfte sich der Markt voraussichtlich nächste Woche wieder auf das Thema der US-Handelspolitik konzentrieren, da die Frist für Zölle gegen Kanada und Mexiko am 4. März näher rücke.
Die Ölpreise bauen die Vortagesverluste noch etwas aus. Brent und WTI waren am Dienstag jeweils auf ein Zweimonatstief gefallen, bedingt durch die verschlechterte US-Verbraucherstimmung und die Befürchtung, dass die Politik von US-Präsident Trump das Wirtschaftswachstum bremsen könnte. Unterdessen deuten Berichte, die sich auf Daten des American Petroleum Institute stützen, darauf hin, dass die US-Rohöllagerbestände in der vergangenen Woche gefallen sind.
Der Goldpreis gibt nach den deutlichen Vortagesverlusten weiter nach. Hier dürften weiter Gewinnmitnahmen der Grund für das Minus sein.
Die Renditen am Anleihemarkt zeigen sich nach den jüngsten kräftigen Abgaben wenig verändert. Eine weitere Rally bei den US-Anleihen ist nach Einschätzung von Morgan Stanley unwahrscheinlich, sofern die Märkte ihre Erwartungen an Zinssenkungen der Federal Reserve nicht deutlich erhöhen.
=== INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD DJIA 43.590,63 -0,1% -30,53 +2,5% S&P-500 5.968,33 +0,2% 13,08 +1,5% Nasdaq-Comp. 19.106,55 +0,4% 80,17 -1,1% Nasdaq-100 21.164,72 +0,4% 77,47 +0,7% US-Anleihen Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD 2 Jahre 4,10 +1,6 4,09 -13,6 5 Jahre 4,13 -1,5 4,14 -25,4 7 Jahre 4,21 +0,3 4,21 -26,9 10 Jahre 4,29 -0,5 4,30 -27,9 30 Jahre 4,55 -1,4 4,56 -23,5 DEVISEN zuletzt +/- % Mi, 08:06 Di, 17:05 % YTD EUR/USD 1,0489 -0,2% 1,0498 1,0500 +1,3% EUR/JPY 156,74 -0,0% 156,97 156,46 -3,8% EUR/CHF 0,9377 -0,1% 0,9392 0,9376 -0,1% EUR/GBP 0,8287 -0,1% 0,8298 0,8297 +0,1% USD/JPY 149,42 +0,2% 149,54 149,05 -5,0% GBP/USD 1,2659 -0,1% 1,2652 1,2654 +1,2% USD/CNH (Offshore) 7,2653 +0,2% 7,2630 7,2536 -1,0% Bitcoin BTC/USD 86.217,65 -2,9% 88.783,20 86.798,90 -8,9% ROHÖL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD WTI/Nymex 68,83 68,93 -0,1% -0,10 -2,9% Brent/ICE 72,92 73,02 -0,1% -0,10 -2,0% GAS VT-Settlem. +/- EUR Dutch TTF 42,705 43,99 -2,9% -1,29 -12,6% METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD Gold (Spot) 2.892,14 2.916,45 -0,8% -24,31 +10,2% Silber (Spot) 31,57 31,73 -0,5% -0,15 +9,3% Platin (Spot) 970,63 971,60 -0,1% -0,97 +7,0% Kupfer-Future 4,57 4,48 +2,0% +0,09 +13,5% ===
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
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