MÄRKTE USA/Börse dürfte am "Liberation Day" leichter starten
02.04.2025 / 14:20 Uhr
Dow Jones--Leichter dürften die US-Börsen in den Handel am Mittwoch starten. Die Futures auf die großen Aktienindizes liegen vorbörslich bis zu 1 Prozent im Minus. Nach Börsenschluss wird US-Präsident Donald Trump Details zu den zahlreichen Zollerhöhungen bekanntgeben, die er in den zurückliegenden Wochen angedroht hat. Bis dahin dürften sich die Anleger zurückhalten.
Die Erhöhungen sollen am Folgetag, also am 3. April, in Kraft treten, wie es aus dem Weißen Haus hieß. Strafzölle von 25 Prozent auf Autos und Autoteile, die nicht in den USA hergestellt wurden, wurden vergangene Woche angekündigt und gelten schon ab dem heutigen Mittwoch, den Trump zum "Liberation Day" (Befreiungstag) erklärt hat.
An Konjunkturdaten wurde zunächst der ADP-Arbeitsmarktbericht für März veröffentlicht, der einen Vorgeschmack auf den offiziellen Arbeitsmarktbericht am Freitag geben dürfte. Demnach wurden im Privatsektor der US-Wirtschaft im vergangenen Monat 155.000 Stellen geschaffen. Volkswirte hatten einen Zuwachs von 120.000 prognostiziert. Etwas später folgen die Februar-Daten zum Auftragseingang der Industrie.
Im Laufe des Tages wird Tesla die Absatzzahlen des ersten Quartals veröffentlichen. Die Aktie gibt vorbörslich 2,7 Prozent nach. Analysten haben ihre Erwartungen an die Zahl der ausgelieferten Tesla-Fahrzeuge zuletzt kräftig zurückgeschraubt. Das Unternehmen hat in Europa und den USA in den vergangenen Monaten weniger seiner Elektroautos verkauft. Auch gibt es Befürchtungen, dass die politische Aktivität von Tesla-CEO Elon Musk potenzielle Käufer abschreckt.
Die hohe Unsicherheit treibt Anleger weiter an den Goldmarkt. Der Preis des Edelmetalls bewegt sich in der Nähe des jüngst erreichten Rekordhochs. Auch Staatsanleihen verzeichnen etwas Zulauf.
Der Dollar gibt leicht nach. Die US-Währung dürfte weiterhin mit Unsicherheit behaftet sein, erwartet Pepperstone. Erst einmal gelte es, die Reaktionen der von den Zöllen betroffenen Handelspartner abzuwarten. Außerdem stelle sich die Frage, was Trump nach seinen Zollbeschlüssen als nächstes tun werde. Seine ganze Präsidentschaft werde durch ein ständiges Hin und Her geprägt sein.
Der Euro legt zum Dollar geringfügig zu. Die Analysten von ING berichten von Kaufinteresse im Euro bei Kursen unter 1,08 Dollar. Die Anleger seien wohl nicht bereit, das Narrativ von den negativen Folgen der US-Zölle für den Euro zu übernehmen, vermuten die Analysten.
Der Ölpreis tendiert derweil leichter. Er werde belastet von der Befürchtung, dass die US-Zollpolitik die Konjunktur und damit die Nachfrage nach Öl schwächen werde, heißt es aus dem Handel. Auf der anderen Seite werde Öl aber gestützt von den jüngsten Drohungen Trumps gegen Russland und den Iran. Am Mittwoch wird zudem die staatliche Energy Information Administration die wöchentlichen Daten zu den Öllagerbeständen der USA veröffentlichen. Der US-Branchenverband API hatte am späten Dienstag einen Anstieg der US-Ölvorräte gemeldet.
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