MARKT USA/Wall Street am "Liberation Day" mit kleinen Verlusten
02.04.2025 / 12:24 Uhr
Etwas leichter dürften die US-Börsen in den Handel am Mittwoch starten. Die Futures auf die großen Aktienindizes liegen vorbörslich bis zu 0,3 Prozent im Minus. Nach Börsenschluss wird US-Präsident Donald Trump Details zu den zahlreichen Zollerhöhungen bekanntgeben, die er in den zurückliegenden Wochen angedroht hat. Bis dahin dürften sich die Anleger zurückhalten.
Die Erhöhungen sollten am Folgetag, also am 3. April, in Kraft treten, wie es aus dem Weißen Haus hieß. Strafzölle von 25 Prozent auf Autos und Autoteile, die nicht in den USA hergestellt wurden, wurden vergangene Woche angekündigt und gelten schon ab dem heutigen Mittwoch, den Trump zum "Liberation Day" (Befreiungstag) erklärt hat.
An Konjunkturdaten wird zunächst der ADP-Arbeitsmarktbericht für März veröffentlicht, der einen Vorgeschmack auf den offiziellen Arbeitsmarktbericht am Freitag geben dürfte. Etwas später folgen die Februar-Daten zum Auftragseingang der Industrie.
Voraussichtlich noch vor Handelsbeginn wird Tesla die Absatzzahlen des ersten Quartals veröffentlichen. Die Aktie gibt vorbörslich gut 1 Prozent nach. Analysten haben ihre Erwartungen an die Zahl der ausgelieferten Tesla-Fahrzeuge zuletzt kräftig zurückgeschraubt. Das Unternehmen hat in Europa und den USA in den vergangenen Monaten weniger seiner Elektroautos verkauft. Auch gibt es Befürchtungen, dass die politische Aktivität von Tesla-CEO Elon Musk potenzielle Käufer abschreckt.
Die hohe Unsicherheit treibt Anleger weiter an den Goldmarkt. Der Preis des Edelmetalls bewegt sich in der Nähe des jüngst erreichten Rekordhochs. Auch Staatsanleihen verzeichnen etwas Zulauf.
Der Dollar gibt leicht nach. Die US-Währung dürfte weiterhin mit Unsicherheit behaftet sein, erwartet Pepperstone. Erst einmal gelte es, die Reaktionen der von den Zöllen betroffenen Handelspartner abzuwarten. Außerdem stelle sich die Frage, was Trump nach seinen Zollbeschlüssen als nächstes tun werde. Seine ganze Präsidentschaft werde durch ein fortdauerndes Hin und Her geprägt sein.
Der Euro legt zum Dollar etwas zu. Die Analysten von ING berichten von Kaufinteresse im Euro bei Kursen unter 1,08 Dollar. Die Anleger seien wohl nicht bereit, das Narrativ von den negativen Folgen der US-Zölle für den Euro zu übernehmen, vermuten die Analysten.
Der Ölpreis tendiert derweil kaum verändert. Er werde gebremst von der Befürchtung, dass die US-Zollpolitik die Konjunktur und damit die Nachfrage nach Öl schwächen werde, heißt es aus dem Handel. Auf der anderen Seite werde Öl aber gestützt von den jüngsten Drohungen Trumps gegen Russland und den Iran.
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