MÄRKTE USA/US-Arbeitsmarktbericht setzt kaum Impulse

07.02.2025 / 15:01 Uhr

DOW JONES--Der mit Spannung erwartete US-Arbeitsbericht dürfte die Wall Street zum Wochenausklang zunächst nur wenig bewegen. Zwar blieb der Stellenaufbau mit 143.000 unter der Prognose von 169.000, dafür ging die Arbeitslosenquote auf 4,0 Prozent zurück. Hier hatten die Analysten mit einem unveränderten Wert von 4,1 Prozent gerechnet. Die Angaben für die beiden Vormonate wurden kumuliert um 100.000 Jobs nach oben revidiert. Der Future auf den S&P-500 zeigt sich aktuell wenig verändert und liegt damit auf dem Niveau vor den Daten.

Die US-Stundenlöhne stiegen gegenüber dem Vormonat um 0,5 Prozent auf 35,87 Dollar. Im Jahresvergleich lagen die Löhne um 4,1 (3,9) Prozent höher. Ökonomen hatten ein monatliches Plus von 0,3 Prozent und eine Jahresrate von 3,7 Prozent erwartet.

Die US-Notenbank wird die Daten genau beobachten. Ein robustes Beschäftigungswachstum und andauernder Lohndruck könnten die Fed in ihrer geduldigen Haltung bestärken und eine Zinssenkung möglicherweise verzögern. Gleichwohl hatten im Wochenverlauf mehrere Fed-Vertreter zudem darauf hingewiesen, das man zunächst die Auswirkungen der Zoll-Politik von US-Präsident Trump und die sich daraus ergebenden Risiken für die globale Konjunktur genau beobachten werde. Hier will man auf mögliche Auswirkungen warten.

Die Reaktion beim Dollar fällt ebenfalls überschaubar aus. Dagegen ziehen die Renditen am US-Anleihemarkt leicht an, hier geht es für die zehnjährige Rendite um 5,2 Basispunkte auf 4,49 Prozent nach oben. Vor den Daten hatte sie sich wenig verändert gezeigt.

Auch der Goldpreis und die Ölpreise reagieren kaum auf die Daten. Die Ölpreise legen leicht zu, nachdem die USA Sanktionen gegen ein internationales Netzwerk verhängt haben, das den Transport von iranischem Rohöl nach China erleichtert, um den Druck auf den Iran zu erhöhen. Dennoch steuern die Rohölpreise auf Wochenverluste zu. Dabei stehen die Nachfragesorgen im Vordergrund. Diese werden durch einen größer als erwarteten Anstieg der wöchentlichen US-Rohölvorräte, die Zölle von US-Präsident Donald Trump auf chinesische Waren und die Forderung nach einer erhöhten Inlandsproduktion verstärkt.

Amazon nach Zahlen mit Abgaben - Nikola knicken ein

Bei den Einzelwerten verliert die Amazon-Aktie vorbörslich 2,7 Prozent. Der Online-Händler hat im vierten Quartal zwar besser abgeschnitten als erwartet, enttäuschte jedoch mit dem Ausblick für das laufende erste Quartal. Zudem kündigte Amazon Rekord-Investitionen für den Ausbau von KI-Infrastruktur an. "Praktisch jede Anwendung, die wir heute kennen, wird mit integrierter KI neu erfunden werden", sagte CEO Andy Jassy in einer Telefonkonferenz. Insgesamt will Amazon dieses Jahr mehr als 100 Milliarden Dollar investieren nach 78 Milliarden im Vorjahr.

Dagegen klettern die Aktien von Expedia um 11,3 Prozent nach oben. Das Online-Reisebüro hat im vierten Quartal dank höherer Buchungen in allen Segmenten Gewinn und Umsatz stärker gesteigert als erwartet.

Die Aktien von Nikola stürzen um 39 Prozent ab. Das Unternehmen ist offenbar zahlungsunfähig. Der Elektro-Lkw-Hersteller könnte einen Insolvenzantrag einreichen, sagten mit den Vorgängen vertraute Personen. Im Raum stehe auch eine Restrukturierung des Unternehmens, das zeitweise an der Börse mehr wert war als Ford. Ein Vertreter von Nikola sagte, das Unternehmen prüfe seine finanzielle Position und seinen Liquiditätsbedarf. Man prüfe eine Reihe von Optionen.

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Laufzeit              Rendite     Bp zu VT    Rendite VT      +/-Bp YTD 
2 Jahre                  4,26         +4,5          4,21            1,8 
5 Jahre                  4,33         +5,5          4,27           -5,0 
7 Jahre                  4,41         +5,5          4,35           -7,0 
10 Jahre                 4,48         +4,4          4,44           -8,5 
30 Jahre                 4,68         +4,6          4,64           -9,7 
 
DEVISEN               zuletzt        +/- %  Fr, 8:14 Uhr  Do, 17:19 Uhr   % YTD 
EUR/USD                1,0361        -0,2%        1,0377         1,0374   +0,0% 
EUR/JPY                157,46        +0,1%        157,58         157,51   -3,3% 
EUR/CHF                0,9425        +0,3%        0,9407         0,9386   +0,5% 
EUR/GBP                0,8337        -0,2%        0,8347         0,8342   +0,8% 
USD/JPY                151,95        +0,3%        151,86         151,83   -3,4% 
GBP/USD                1,2428        -0,0%        1,2432         1,2436   -0,7% 
USD/CNH (Offshore)     7,2963        +0,1%        7,2910         7,2887   -0,5% 
Bitcoin 
BTC/USD             98.587,10        +1,8%     96.953,65      97.403,70   +4,2% 
 
ROHÖL                 zuletzt  VT-Settlem.         +/- %        +/- USD   % YTD 
WTI/Nymex               71,13        70,61         +0,7%          +0,52   -0,2% 
Brent/ICE               74,70        74,29         +0,6%          +0,41   +0,4% 
GAS                            VT-Settlem.                      +/- EUR 
Dutch TTF               54,95        54,19         +1,4%          +0,76   +7,7% 
 
METALLE               zuletzt       Vortag         +/- %        +/- USD   % YTD 
Gold (Spot)          2.863,78     2.856,20         +0,3%          +7,58   +9,1% 
Silber (Spot)           32,22        32,24         -0,0%          -0,01  +11,6% 
Platin (Spot)          989,53       990,40         -0,1%          -0,87   +9,1% 
Kupfer-Future            4,54         4,46         +1,7%          +0,07  +12,6% 
 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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February 07, 2025 09:00 ET (14:00 GMT)

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