MÄRKTE USA/Schwächer - Konjunktursorgen dämpfen Kauflaune
25.02.2025 / 22:10 Uhr
DOW JONES--Konjunktursorgen haben die US-Börsen am Dienstag belastet. Hintergrund waren die jüngsten Aussagen von US-Präsident Donald Trump, wonach die Zölle auf Importe aus Kanada und Mexiko wie geplant eingeführt werden sollen. Zudem sollen die Beschränkungen für den Verkauf von Halbleitern an China verschärft werden, berichtete Bloomberg unter Berufung auf Personen, die mit der Angelegenheit vertraut sind. Damit verstärkten sich wieder die Sorgen bezüglich der Auswirkungen auf den globalen Handel. Dazu gesellte sich eine enttäuschende Verbraucherumfrage.
Der Dow-Jones-Index gewann 0,4 Prozent auf 43.621 Punkte. Der S&P-500 fiel jedoch um 0,5 Prozent. Der Nasdaq-Composite gab 1,4 Prozent ab. An der Nyse standen 1.643 (Montag: 1.252) Kursgewinnern 1.163 (1.510) -verlierer gegenüber. Unverändert schlossen 37 (75) Titel.
Der Markt hat sich noch nicht entschieden, ob Trumps Zoll-Drohungen nur ein Verhandlungstrick sind oder ein Zeichen dafür, dass die aktuellen Spannungen zu einem ausgewachsenen Handelskrieg eskalieren werden, wie es hieß. Dies rückt die Zahlen von Nvidia am Mittwoch noch stärker in den Fokus. Der Chip-Hersteller wird seine Ergebnisse für das vierte Quartal bekannt geben, begleitet von Sorgen über nachlassende Ausgaben für künstliche Intelligenz. Ende Januar hatte zudem das chinesische Start-Up Deepseek ein kostengünstiges KI-Modell vorgestellt und die Nvidia-Aktie auf Talfahrt geschickt.
Dazu kommt die Veröffentlichung des PCE-Deflators am Freitag, dem bevorzugten Inflationsmaß der US-Notenbank. Dieser könnte einen Hinweis darauf liefern, ob die Fed überhaupt Spielraum hat, die Zinsen in diesem Jahr zu senken. Der am Dienstag veröffentlichte Index des Verbrauchervertrauens für Februar fiel schwächer aus als erwartet, was Konjunktursorgen befeuerte.
Tesla unter Druck - Absatzrückgang in Europa belastet
Mit der Tesla-Aktie ging es um 8,4 Prozent abwärts. Das Unternehmen hat im Januar in Europa 45 Prozent weniger seiner Elektroautos verkauft als im Vorjahr, wie aus Daten des Branchenverbands Acea hervorging. Dagegen machte die Aktie von Li Auto einen Satz von 13,2 Prozent. Der chinesische Hersteller, der bislang nur Hybridfahrzeuge im Angebot hat, will nun auch ein reines Elektroauto auf den Markt bringen.
Die mögliche Kürzung der US-Verteidigungsausgaben drückte den Kurs von Palantir um 3,1 Prozent.
Die Aktien von Super Micro Computer fielen um 11,7 Prozent. Der Hersteller von Servern für künstliche Intelligenz hat bis Dienstag Zeit, seine Abschlüsse für das am 30. Juni 2024 beendete Geschäftsjahr und das erste Quartal des Geschäftsjahres, das am 30. September 2024 beendet wurde, einzureichen. Andernfalls riskiert er, von der Nasdaq-Börse ausgeschlossen zu werden. Das Unternehmen hatte zuletzt mitgeteilt, dass es "gewissenhaft" daran arbeite, die Frist einzuhalten.
Zoom Communications gaben um 8,7 Prozent nach. Der Anbieter von Technologie für Videokonferenzen hatte eine enttäuschende Umsatz-Prognose für das erste Geschäftsquartal abgegeben. Auch die Umsatzschätzung für das Gesamtjahr lag unter den Erwartungen der Analysten.
Home Depot (+2,8%) hat im vierten Quartal sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis die Markterwartungen übertroffen. Die US-Baumarktkette profitiert nach wie vor von einer guten Nachfrage. Für das Geschäftsjahr 2025/26 prognostiziert Home Depot ein Umsatzwachstum von etwa 2,8 Prozent. Der bereinigte Gewinn je Aktie dürfte um etwa 2 Prozent sinken.
Eli Lilly stiegen um 2,3 Prozent. Das US-Pharmaunternehmen bietet höhere Dosen des Abnehmmittels Zepbound zu einem niedrigeren Preis an. Hims & Hers brachen um 22,3 Prozent ein. Der Telemedizinanbieter hatte zwar beeindruckende Geschäftszahlen vorgelegt, belastend wirkte aber die Mitteilung der US-Arzneimittelbehörde FDA, dass die Versorgungsengpässe bei den Abnehmmitteln Wegovy und Ozempic überwunden seien. Hims & Hers wird daher keine Nachahmerprodukte der Adipositas-Mittel der dänischen Novo-Nordisk mehr verkaufen - eine Praxis, die die FDA während der Lieferschwierigkeiten der Originale erlaubt hatte.
Ein schwacher Ausblick ließ die Aktie des Doughnut-Herstellers Krispy Kreme um 22 Prozent absacken.
Dollar mit leichten Abgaben
Der Dollar zeigte sich etwas schwächer. Der Dollar-Index verlor 0,3 Prozent. Investoren würden die neuesten Zolläußerungen von Präsident Trump abwägen, hieß es. "Bisher war Trumps Gebell schlimmer als sein Biss, aber anzunehmen, dass diese Haltung die nächsten vier Jahre Bestand haben wird, könnte sich als Torheit erweisen", sagte Pepperstone-Stratege Michael Brown.
Die Ölpreise gaben deutlicher nach. Gegenwind kam von den enttäuschenden US-Daten und der Wiederaufnahme der Öllieferungen aus Kurdistan nach einer fast zweijährigen Pause, so die Analysten von Goldman Sachs. Zu den positiven Faktoren gehörten die zusätzlichen Sanktionen von US-Präsident Trump gegen den Iran und die neuen EU-Sanktionen gegen die Schattenflotte Russlands sowie die Beschränkungen der Öllagerung.
Die Renditen am Anleihemarkt standen weiter unter Druck. Investoren setzten verstärkt auf Zinssenkungen der Federal Reserve in diesem Jahr, so Marktstratege Jim Reid von Deutsche Bank Research. Die US-Geldmärkte preisen nun 54 Basispunkte an Zinssenkungen für dieses Jahr ein, wobei eine erste Reduktion um 25 Basispunkte nun für Juli erwartet wird, nachdem sie kürzlich noch für September prognostiziert worden waren, wie Daten von LSEG zeigten.
Der Goldpreis gab kräftig nach, nachdem er am Vortag ein Rekordhoch erreicht hatte. Anleger reduzierten Wetten auf einen Anstieg des Goldpreises und nähmen Gewinne mit, so die Analysten der Commerzbank.
=== INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD DJIA 43.621,16 +0,4% 159,95 +2,5% S&P-500 5.955,25 -0,5% -28,00 +1,3% Nasdaq-Comp. 19.026,39 -1,4% -260,54 -1,5% Nasdaq-100 21.087,25 -1,2% -264,84 +0,4% US-Anleihen Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD 2 Jahre 4,10 -8,1 4,18 -14,4 5 Jahre 4,13 -10,9 4,24 -25,4 7 Jahre 4,21 -11,0 4,32 -27,1 10 Jahre 4,29 -11,4 4,41 -27,7 30 Jahre 4,55 -10,6 4,66 -23,0 DEVISEN zuletzt +/- % Di, 08:02 Mo, 17:07 % YTD EUR/USD 1,0517 +0,5% 1,0475 1,0470 +1,5% EUR/JPY 156,68 -0,1% 156,85 156,44 -3,8% EUR/CHF 0,9387 -0,1% 0,9398 0,9393 +0,0% EUR/GBP 0,8300 +0,1% 0,8295 0,8293 +0,3% USD/JPY 148,99 -0,5% 149,71 149,44 -5,3% GBP/USD 1,2671 +0,3% 1,2629 1,2628 +1,3% USD/CNH (Offshore) 7,2539 +0,0% 7,2632 7,2490 -1,1% Bitcoin BTC/USD 88.192,75 -4,6% 91.266,60 94.634,30 -6,8% ROHOEL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD WTI/Nymex 69,07 70,70 -2,3% -1,63 -2,5% Brent/ICE 73,16 74,78 -2,2% -1,62 -1,7% GAS VT-Settlem. +/- EUR Dutch TTF 43,99 47,35 -7,1% -3,36 -5,9% METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD Gold (Spot) 2.914,43 2.950,43 -1,2% -36,00 +11,1% Silber (Spot) 31,69 32,33 -2,0% -0,64 +9,7% Platin (Spot) 971,53 970,38 +0,1% +1,15 +7,1% Kupfer-Future 4,51 4,52 -0,1% -0,01 +12,0% YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags ===
DJG/DJN/cln
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