MIDDAY BRIEFING - Unternehmen und Märkte

28.03.2025 / 13:24 Uhr

Der Markt-Überblick am Mittag, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:

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+++++ FEIERTAGSHINWEIS +++++

MONTAG: In Singapur bleiben die Börsen wegen des Feiertages Hari Raya Puasa (Ende des Ramadan) geschlossen.

+++++ AKTIENMÄRKTE (13:22 Uhr) +++++

Index                       zuletzt  +/- %  +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50              5.359,88  -0,4%      +9,9% 
Stoxx-50                   4.631,40  -0,1%      +7,7% 
DAX                       22.568,14  -0,5%     +13,9% 
CAC                        7.951,58  -0,5%      +8,3% 
Nikkei-225                37.120,33  -1,8%      -5,3% 
Hang-Seng-Index           23.426,60  -0,8%     +17,7% 
 

+++++ ROHSTOFFMÄRKTE +++++

ROHÖL          zuletzt  VT-Settlem.      +/- %    +/- USD   % YTD 
WTI/Nymex        69,76        69,92      -0,2%      -0,16   -1,5% 
Brent/ICE        74,06        74,05      +0,0%       0,01   -2,1% 
 
METALLE        zuletzt       Vortag      +/- %    +/- USD   % YTD 
Gold           3073,18      3054,87      +0,6%      18,32  +16,4% 
Silber           32,03        31,89      +0,4%       0,14  +14,2% 
Platin          917,15       916,60      +0,1%       0,55   +4,7% 
Kupfer            5,12         5,12      +0,0%       0,00  +26,1% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
 

Die Ölpreise zeigen sich wenig verändert, da die Märkte die Auswirkungen globaler Handelsspannungen gegenüber einer sich verknappenden Angebotsaussicht abwägen. Die neuesten Zölle von US-Präsident Trump auf Autoimporte schürten Ängste vor einem umfassenden Handelskrieg, der die globale Nachfrage belasten und die Inflation steigern könnte.

+++++ AUSBLICK AKTIEN USA +++++

Die andauernden Zoll-Sorgen dürften auch am letzten Handelstag der Woche die Wall Street belasten. Die Unsicherheit vor dem Hintergrund der ständig wechselnden Zoll-Politik von US-Präsident Donald Trump ist weiterhin hoch. Es gebe immer noch wenig Klarheit über die Höhe der Zölle, die von den USA verhängt werden sollen, und das nur wenige Tage vor der Frist am 2. April, wenn die Zölle in Kraft treten sollen, heißt es. Für einen Impuls könnte vorbörslich der PCE-Deflator sorgen, das bevorzugte Inflationsmaß der US-Notenbank. Investoren erhoffen sich hier Hinweise über den weiteren geldpolitischen Kurs der US-Notenbank. Jedoch hatte die Fed zuletzt immer wieder betont, zunächst die Auswirkungen der Zoll-Politik der Trump-Regierung abzuwarten. Die Daten könnten allerdings Aufschluss darüber geben, wie viel Spielraum die Fed später im Jahr zur Senkung der Zinssätze haben wird. Daneben steht der Index der Verbraucherstimmung der Uni Michigan für März in zweiter Lesung auf der Agenda. Die Aktien von Lululemon Athletica verlieren 10,7 Prozent. Das Unternehmen konnte mit den Ergebnissen für das vierte Quartal zwar die Schätzungen der Analysten übertreffen, der Ausblick für das Fiskaljahr blieb allerdings hinter den Erwartungen der Wall Street. U.S. Steel verbessern sich um 4,7 Prozent. Nippon Steel bietet nach Informationen der Nachrichten-Website Semafor mehr Investitionen in die Stahlwerke des US-Konzerns an, den das japanische Unternehmen schlucken will. Beide Seiten führten Gespräche mit der Trump-Administration, um die geplante 14-Milliarden-US-Dollar-Fusion zu retten.

+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN +++++

13:00 CH/Holcim Ltd, Kapitalmarkttag

18:00 DE/Deutsche Euroshop AG, Jahresergebnis

DIVIDENDENABSCHLAG

(bei deutschen Aktien und Aktien aus dem Stoxx- bzw. Euro-Stoxx-50-Index)

Sartorius Vorzüge        0,74 EUR 
Sartorius Stämme         0,73 EUR 
 

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR ++++++

- US 
    13:30 Persönliche Ausgaben und Einkommen Februar 
          Ausgaben / Einkommen 
          PROGNOSE:  +0,5% gg Vm/+0,4% gg Vm 
          zuvor:     -0,2% gg Vm/+0,9% gg Vm 
          PCE-Preisindex / Gesamtrate 
          PROGNOSE:  +0,3% gg Vm/+2,5% gg Vj 
          zuvor:     +0,3% gg Vm/+2,5% gg Vj 
          PCE-Preisindex / Kernrate 
          PROGNOSE:  +0,3% gg Vm/+2,7% gg Vj 
          zuvor:     +0,3% gg Vm/+2,6% gg Vj 
 
    15:00 Index Verbraucherstimmung Uni Michigan (2. Umfrage) März 
          PROGNOSE:   57,9 
          1. Umfrage: 57,9 
          zuvor:      64,7 
 

+++++ FINANZMÄRKTE EUROPA +++++

Leichter - "Das ist aktuell ein politisch dominierter Markt, in dem sich die Stimmung schnell und häufig dreht", sagt Thomas Altmann von QC Partners. Die Märkte warten auf Details zu weiteren US-Zöllen. Und weil vielfach damit gerechnet wird, dass die Zölle zu einer höheren Inflationsrate führen werden, haben die Börsen umso mehr auch die Entwicklung der Preise im Blick. Am Nachmittag wird der PCE-Preisindex in den USA veröffentlicht. Er gilt als bevorzugter Maßstab der US-Notenbank zur Inflationsmessung und wird in der Gesamtrate wie im Vormonat mit einem Wert von 2,5 Prozent erwartet. Als schlechte Nachricht für die KI-Euphorie sehen Händler den gesenkten Preis zum Börsengang des auf KI spezialisierten Cloud-Computing-Anbieters Coreweave. Wie am Vortag schon mit Verweis auf Insider vermutet, bringt Coreweave seine Aktien zu je 40 Dollar an den Markt, deutlich unter der ursprünglichen Preisspanne von 47 bis 55 Dollar. Außerdem platziert das Unternehmen weniger Aktien als zunächst geplant. "Das ist das erste Mal, dass es zu einem Einbruch der Bewertungen im KI-Bereich kommt", meint ein Händler. Der Stoxx-Subindex Technologie fällt um 0,9 Prozent. Der Banken-Index gibt derweil um 1,3 Prozent nach, während der Index der Immobilienaktien um 1,5 Prozent zulegt und Spitzenreiter ist. Hier dürfte vor allem der Rückgang der Renditen am Anleihemarkt eine Rolle spielen. Die deutsche Zehnjahresrendite fällt um 5 Basispunkte auf 2,72 Prozent. Im DAX werden Autotitel weiter gemieden: BMW verlieren 1,8 Prozent oder VW 1,9 Prozent. Zu Abschlägen kommt es auch bei Rüstungsaktien: Rheinmetall fallen um 1,7 Prozent, in der zweiten Reihe geben Hensoldt 2,6 Prozent ab. Auf der anderen Seite ziehen Deutsche Telekom um 1,4 Prozent an.

+++++ DEVISEN +++++

DEVISEN        zuletzt        +/- %       0:00  Do, 17:07   % YTD 
EUR/USD         1,0771        -0,2%     1,0797     1,0794   +4,3% 
EUR/JPY       162,4525        -0,4%   163,0815   163,0815   +0,1% 
EUR/CHF         0,9513        -0,1%     0,9518     0,9523   +1,8% 
EUR/GBP         0,8332        -0,1%     0,8340     0,8327   +0,8% 
USD/JPY       150,8170        -0,2%   151,0520   151,0885   -4,0% 
GBP/USD         1,2928        -0,1%     1,2946     1,2962   +3,4% 
USD/CNY         7,1809        -0,0%     7,1816     7,1829   -0,4% 
USD/CNH         7,2764        +0,1%     7,2681     7,2689   -0,9% 
AUS/USD         0,6293        -0,1%     0,6299     0,6307   +1,8% 
Bitcoin/USD  85.198,65        -2,5%  87.346,70  87.136,65   -6,3% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
 

Der Dollar zeigt sich wenig verändert. Die Investoren bleiben vorsichtig aufgrund der Unsicherheit über US-Zölle und vor wichtigen US-Wirtschaftsdaten. Es gibt Anzeichen dafür, dass die Investoren zunehmend besorgt über die Aussicht auf eine höhere Inflation in Kombination mit schwachem Wachstum - oder Stagflation - in den USA aufgrund der Zölle sind, so die Analysten der Deutschen Bank.

+++++ FINANZMÄRKTE OSTASIEN +++++

Die US-Strafzölle haben auch am Freitag das Geschehen an den Aktienmärkten in Ostasien und Australien dominiert. In Tokio und Seoul ging es deutlich abwärts, erneut angeführt von Verlusten bei Autoaktien. In Tokio drückten außerdem überraschend deutlich gestiegene Verbraucherpreise für den Großraum Tokio auf die Stimmung. Sie weckten Befürchtungen, dass die Bank of Japan demnächst die Zinsen erneut anheben könnte. Die Aktien der Autohersteller wurden wegen der ab dem 2. April geltenden US-Strafzölle von 25 Prozent abermals kräftig abverkauft. Toyota verloren 4,5, Honda 4,9 und Nissan 3,9 Prozent. In Seoul verbilligten sich Hyundai Motor und Kia um 3,5 und 2,7 Prozent. Der Leitindex Kospi gab um 1,9 Prozent nach. Neben Autowerten wurden auch Aktien des Chipsegments verkauft. Anleger fürchten, dass auch diese Branche von Strafzöllen und Handelsbeschränkungen betroffen sein wird. Das Indexschwergewicht Samsung Electronics verbilligte sich um 2,6 Prozent. SK Hynix büßten 3,7 Prozent ein. In Tokio gaben Advantest und Toyko Electron ebenso weiter nach um 3 bis 4 Prozent. Für die Verkäufe im Halbleitersegment dürfte auch ein Grund gewesen sein, dass der Börsengang des KI-Cloud-Computing Unternehmens Coreweave später am Tag an der Nasdaq nur deutlich abgespeckt vonstatten gehen wird. Nicht ganz so hoch wie in Tokio und Seoul fielen die Kursverluste an den chinesischen Börsen aus. Sie wurden etwas gestützt von der Hoffnung auf weitere Wirtschaftsstimuli der chinesischen Regierung.

+++++ CREDIT +++++

Die Lage am europäischen Kreditmarkt beruhigt sich am Freitag etwas. Die itraxx-Indizes für Unternehmensanleihen bester Qualität treten auf der Stelle. Dass die Lage nach wie vor von Unsicherheit geprägt ist, zeigen der iTraxx Crossover und der iTraxx Sub Financials. Sie ziehen weiter an, mit den Risikoprämien in diesen Segmenten geht es am Freitag also weiter nach oben. Im Hintergrund lauert weiter die Gefahr einer Eskalation im Handelsstreit und damit die Gefahr einer Stagflation. Da die angeblichen Ausbeuter der USA, wie Trump meint, sich mit Gegenmaßnahmen bisher zurückhalten, hänge nun alles davon ab, was die USA für den 2. April planen.

+++++ UNTERNEHMENSMELDUNGEN SEIT 7.30 UHR +++++

DEUTSCHE BANK

beginnt ihren neuen Aktienrückkauf am 1. April. Bis spätestens am 19. September sollen maximal 90 Millionen eigene Aktien im Wert von bis zu 750 Millionen Euro erworben werden.

DEUTSCHE EUROSHOP

hat im vergangenen Jahr seine Prognosen übertroffen. Sowohl die Besucherfrequenz in den Einkaufszentren als auch der Handelsumsatz der Mieter nahm zu. Die Dividende soll allerdings auf 1,00 Euro pro Aktie zusammengestrichen werden, von 2,60 Euro im Vorjahr.

GFT TECHNOLOGIES

will für bis zu 15 Millionen Euro eigene Aktien an der Börse zurückkaufen. Nach dem Xetra-Schlusskurs vom Mittwoch reicht die Summe für gut 650.000 Aktien oder 2,48 Prozent des Grundkapitals.

SECUNET SECURITY NETWORKS

hat seine Prognose im vergangenen Jahr übertroffen und beim Umsatz erstmals die Marke von 400 Millionen Euro geknackt. Für das Geschäftsjahr 2025 stellt das im SDAX notierte Cybersecurity-Unternehmen mit Blick auf eine anhaltend starke Nachfrage nach seinen Produkten Umsatzwachstum und eine "gesunde Profitabilität in etwa auf Vorjahresniveau" in Aussicht.

WÜSTENROT & WÜRTTEMBERGISCH

will nach deutlichem Gewinnrückgang 2024 eine stabile Dividende ausschütten. Das im SDAX notierte Unternehmen rechnet im Gesamtjahr mit einem "deutlich verbesserten" Jahresüberschuss im laufenden Jahr.

APPLE

und der Facebook-Mutterkonzern Meta Platforms werden nach Informationen der Financial Times in der nächsten Woche von der Europäischen Kommission wegen Verstößen gegen die EU-Wettbewerbsregeln nur mit minimalen Strafen belegt werden. Neben den Bußgeldern werde Apple angewiesen, seine App-Store-Regeln zu überarbeiten, während Meta sein "Pay or Consent"-Modell ändern müsse.

BANCO BPM

hält an ihrem Übernahmeangebot für den Vermögensverwalter Anima fest, nachdem die Europäische Zentralbank die Anwendung der gelockerten Kapitalvorschriften auf die Transaktion abgelehnt hat.

BBVA

ändert das Übernahmeangebot für die kleinere Banco de Sabadell, um die Schlussdividenden für 2024 zu berücksichtigen, die beide Banken ihren Anteilseignern zahlen.

COREWEAVE

hat bei seinem Börsengang seine Aktien zu einem Stückpreis von 40 US-Dollar und damit deutlich unter der ursprünglichen Preisspanne von 47 bis 55 Dollar ausgegeben. Dennoch ist der Börsengang einer der größten der letzten Jahre im Technologiesektor.

EQT

hat ihren Fonds Infrastructure VI mit Finanzierungszusagen in Höhe 21,5 Milliarden Euro geschlossen und damit das Ziel von 20 Milliarden Euro übertroffen. Der EQT Infrastructure VI wird in Infrastrukturunternehmen investieren, die Dienstleistungen in Europa, Nordamerika und im asiatisch-pazifischen Raum erbringen.

HOLCIM

strebt nach der geplanten Abspaltung des Nordamerika-Geschäfts Amrize bis 2030 Wachstum bei Umsatz und Gewinnen an. Der Schweizer Baustoffhersteller zielt dabei im Schnitt auf 3 bis 5 Prozent jährliches organisches Umsatzwachstum und ein Wachstum von 6 bis 10 Prozent beim Recurring EBIT an.

NIPPON STEEL

bietet nach Informationen der Nachrichten-Website Semafor mehr Investitionen in die Stahlwerke des Konzerns U.S. Steel an, den das japanische Unternehmen schlucken will. Beide Seiten führten Gespräche mit der Trump-Administration, um die geplante 14-Milliarden-US-Dollar-Fusion zu retten.

SAFRAN

Die britische Wettbewerbsaufsicht CMA will die geplante Übernahme eines Teils der Geschäfte von Collins Aerospace durch den französischen Luft- und Raumfahrtzulieferer Safran einer eingehenden Phase-2-Überprüfung unterziehen. Untersucht werde, ob der Zusammenschluss zu einer Beeinträchtigung des Wettbewerbs führen würde.

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/ros

(END) Dow Jones Newswires

March 28, 2025 08:24 ET (12:24 GMT)

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